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XXI. Heidelberger Symposium

"Psychiatrie im Wandel - Hat sie noch Zukunft?" Dieser Frage ging das XXI. Heidelberger Symposium von St. Thomas nach, das gemeinsam mit der SRH Hochschule Heidelberg veranstaltet wurde. Auch die Novellierung des Psychotherapeutengesetzes war Thema.

Mit einem umfassenden Programm beging der gemeinnützige Verein St. Thomas sein 45. Jubiläum beim XXI. Heidelberger Symposium zur interdisziplinären Zusammenarbeit in der Sozialpsychiatrie. Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der SRH Hochschule Heidelberg hybrid. "Gerade jetzt und heute ist dieses Symposium so wichtig", sagte er. Corona habe wie ein Brennglas vor Augen geführt, welche Relevanz die psychische Lage habe. Dass Menschen mit psychischen Erkrankungen weitgehend selbstständig leben können, sei nicht immer selbstverständlich. Die Einrichtung St. Thomas mit offenen Wohnformen für psychisch erkrankte Menschen ermögliche dieses vorbildlich. "In Heidelberg erleben wir eine hohe Akzeptanz dieser betroffenen Personen. Wir brauchen jedoch den aktuellen, auch wissenschaftlichen Diskurs."

Respekt bezeugte auch Prof. Dr. Carsten Diener, Rektor der SRH Hochschule Heidelberg: "Herzlichen Glückwunsch zu 45 Jahren im Dienste der Klienten!" Er hob die Partnerschaft der Hochschule hervor. "Dieser Praxisbezug bietet unseren Studierenden viele Perspektiven", sagte er. Von der Politik forderte der Rektor die Einbeziehung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in das Psychotherapeutengesetz: "Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wie unsere sind drastisch benachteiligt." Dem neuen Gesetz zufolge ist es nur noch Universitäten möglich, Psychotherapeut:innen auszubilden. "Dies verletzt den Artikel 5 des Grundgesetzes zur Forschungs- und Lehrfreiheit", so Diener. Mit der Fakultät für Angewandte Psychologie, der Fakultät für Therapiewissenschaften und der Heidelberger Akademie für Psychotherapie verfügt die SRH Hochschule Heidelberg über große Expertisen bei der therapeutischen Ausbildung. "Es kann doch keinen sachlichen Grund geben, uns im reformierten Psychotherapeutengesetz auszuschließen!"

Prof. Dr. Frank G. Brecht, Vorstand von St. Thomas, pflichtete Diener bei: "Die SRH Hochschule Heidelberg ist qualitativ sehr hoch anzusehen. Ich empfinde es als sehr große Beeinträchtigung, die HAW bei der Psychotherapie auszuschließen." Ohne die SRH sei St. Thomas nicht so erfolgreich und groß geworden, betonte Brecht.

Nach diesem kleinen politischen Exkurs beleuchteten renommierte Vertreter:innen der Psychiatrie wie Prof. Dr. Dr. Niels Bergemann, Ärztlicher Direktor des AMEOS Klinikums Bad Salzuflen, Prof. Dr. Johannes Schröder von der Klinik für Allgemeine Psychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg oder Prof. Dr. A. Zeuner, Wissenschaftlicher Leiter der ISBA Heidelberg aktuelle Ansätze der Psychiatrie.

Zum XXI. Heidelberger Symposium
Dein Ansprechpartner
Janna von Greiffenstern

Pressereferentin

janna.vongreiffenstern@srh.de +49 (0)6221-6799-934
Beim XXI. Heidelberger Symposium sprachen u.a. Prof. Dr. Carsten Diener (Rektor der SRH Hochschule Heidelberg), Prof. Dr. Eckart Würzner (OB der Stadt Heidelberg), Prof. Dr. Johannes Schröder (Universitätsklinikum Heidelberg), Prof. Dr. Frank G. Brecht (Vorstand St. Thomas e. V. Heidelberg und Prof. Dr. Gustav Rückemann (Wissenschaftlicher Leiter der St. Thomas Akademie) über die Zukunft der Psychiatrie.)

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