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Akteur:innen unserer Hochschule gewinnen beim educon Bildungshackathon

Prof. Dr. Ulrike Gayh, Studiengangsleiterin Water Technology, und BWL-Student Niklas Falkenstein sind mit ihren Konzepten für zukunftsorientierte Bildung ganz vorne mit dabei.

Bildung für Macher:innen und Vordenker:innen – das hat sich die educon auf die Fahnen geschrieben. Die Veranstaltungsreihe der Metropolregion Rhein-Neckar bringt hier regelmäßig innovativ denkende Akteur:innen zusammen. Die SRH – Mitinitiator ist Prof. Benjamin Zierock, Professor für Design und Innovationsentwicklung an unserer Hochschule –  ist neben Unternehmen wie zum Beispiel die SAP, Freudenberg, die IHK Rhein-Neckar oder die Pädagogische Hochschule Heidelberg Partner der educon. Ihr gemeinsames Ziel: Die Region Rhein-Neckar bis 2025 als eine der attraktivsten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas bekannt zu machen. Über die Begegnungsplattform kommen die Akteur:innen alle zwei Jahre in der Metropolregion Rhein-Neckar zum Bildungsgipfel zusammen. Im educon Bildungscafé sprechen die Bildungsexpert:innen regelmäßig über die aktuellen Themen, um die Bildung weiter zu denken und voneinander zu lernen. Und schließlich treffen sich die Bildungsexpert:innen, in diesem Jahr etwa 50 Vordenker:innen, einmal im Jahr zum Hackathon, bei dem in zwei Tagen neue Projekte, Konzepte und Start-ups gesponnen werden. Zwei von neun Teams gewannen in diesem Jahr dabei eine Anschubfinanzierung für ihre Projekte, ein weiteres Team wurde mit dem Pitch Public Private Partnership mit Honorable Mentions ausgezeichnet.

Nachhaltigkeit wird zum Event

Dieses Jahr fand der Hackathon am 6. und 7. Juli in der PH Heidelberg statt. Mit dabei: Prof. Dr. Ulrike Gayh, Studiengangsleiterin Water Technology, und Niklas Falkenstein, Student der BWL. Auch sie wollen sich gemeinsam neue Konzepte „erhacken“ und ihre Bildungsideen voranbringen. Ulrike Gayh arbeitete gemeinsam im Team mit der Design Thinking Expertin Irina Pfenning und Ursula Rothenstein im Team Sustainable Innovation Network an nachhaltigen Entwicklungsideen mit Fokus auf der Kreislaufwirtschaft. „Jedes Unternehmen, viele Einzelkämpferinnen und -kämpfer haben gute Ideen zur Nachhaltigkeit, tragen sie aber nicht weiter“, erklärt Ulrike Gayh den Hintergrund. „Mit unserer Idee, eine Reihe von Veranstaltungen, die alle drei Monate stattfinden sollen, wollen wir in der Metropolregion ein Netzwerk der Nachhaltigkeit knüpfen und unsere Ideen dazu austauschen.“ So sollen beim Kickoff-Event im September Plastik und CO2 ins Visier genommen werden – Leitungswasser statt Plastikflaschen, so die Devise der Veranstaltung, bei der auch der Musiker Rolf Stahlhofen dabei ist. Mit dem Hackathon-Preis, dotiert mit 3.000 Euro zur Anschubfinanzierung, hat Ulrike Gayh gar nicht gerechnet. „Wir hätten auch ohne Preis weitergemacht. Der Hackathon hat unheimlich viel Spaß gemacht. Endlich konnten wir hier mehr tun als nur zu reden, konkret planen und etwas Sinnvolles tun. Und der Lerneffekt war so für alle Seiten immens.“

Azubi-Matching via Smartphone

Niklas Falkenstein ist schon früh in die Stapfen der Selbstständigkeit getreten. Parallel zum Studium, das er 2019 nach einem kurzen, unliebsamen Zwischenstopp an der Hochschule Worms an unserer Hochschule aufnahm, ist er als Recruiter in der Personalabteilung seines Vaters aktiv. Bei SAP schloss er eine Werkstudententätigkeit an sein Praktikum an. Er schätzt die Praxisnähe an der SRH Hochschule Heidelberg: „Das ist unbedingt ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Studienabsolventen.“ Aber nun zu seiner Idee: Er befindet sich gerade in der Gründung seines Start-ups COHOOYO (Company hooks you). Gemeinsam mit seinen Kompagnons Marco Bonheim, der mit ihm studiert, und Robin Rahn entwickelt er eine App, die Unternehmen und Azubi-Bewerber:innen der Region zusammenmatchen möchte. Der Bedarf sei da und riesig, der Fachkräftemangel sehr akut. „Wir wollen den Ruf der Ausbildung verbessern und jedem die Chance geben, sich optimal zu verkaufen. Die Persönlichkeit steht deshalb bei uns im Vordergrund“, sagt Niklas Falkenstein. So können die Unternehmen – erste Kooperationspartner wie die AOK Rhein Neckar Odenwald oder die Johanniter sind schon mit am Start – ihre Profile und Anforderungen auf der App einstellen, während die Bewerber:innen ihre Persönlichkeitsprofile hochladen, „mit spielerischem Touch“, wie Niklas Falkenstein ergänzt. Mit Künstlicher Intelligenz werden die künftigen Jobs gematched. Prinzipiell funktioniert die Bewerbung somit rein über das Smartphone. Zielorientiert und schnell umsetzbar – mit diesen Kriterien hat COHOOYO nun die Sonderauszeichnung im Pitch Public Private Partnership beim educon Hackathon 2022 gewonnen.

Zu den Pitch-Videos des educon Bildungshackathon
Dein Ansprechpartner
Janna von Greiffenstern

Pressereferentin

janna.vongreiffenstern@srh.de +49 6221 6799-934
Irina Pfenning und Prof. Dr. Ulrike Gayh, Leiterin des Studiengangs Water Technology, gewannen den Preis des educon Hackathons 2022.
Die BWL-Studenten Niklas Falkenstein und Marco Bonheim wurden mit dem Sonderpreis Pitch Public Private Partnership ausgezeichnet.