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Leben und Studieren in Deutschland

Entdecke das Land der Dichter und Denker

  • Kultur
    Deutschland hat viel zu bieten: eine vielfältige Kunstszene, Festivals und das Oktoberfest. Städte wie Heidelberg, München und Berlin bieten eine große Spannbreite an Freizeitaktivitäten, darunter Street-Food-Festivals, Filmfestivals, Konzerte und Tausende von Partys, auf die man gehen kann.
  • Sprache
    Die Amtssprache in Deutschland ist Deutsch. Je nach Region werden auch einige Dialekte gesprochen. Obwohl die meisten Deutschen Englisch verstehen und sprechen, raten wir unseren Studierenden stets, etwas Deutsch zu lernen. Es wird dein Leben leichter machen und deinen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt einfacher gestalten. Weitere Informationen zu unseren Deutschkursen.
  • Lebenshaltungskosten
    Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland moderat. Studierende haben ein Recht auf ermäßigte Eintrittspreise für Theater, Museen, Opernhäuser, Kinos, Schwimmbäder und andere Institutionen. Du musst nur deinen Studierendenausweis vorzeigen. 
  • Studienbegleitendes Arbeiten
    Internationalen Studierenden mit einer gültigen Aufenthaltserlaubnis ist es erlaubt, während ihres Studiums zu arbeiten. Es gibt bei der Anzahl der Arbeitsstunden jedoch Einschränkungen. 
  • Sicherheit
    Deutschland ist ein sehr sicheres Land. Die Polizei ist zuverlässig und kann dir in jeder Situation helfen. Ob du in einer Groß- oder in einer Kleinstadt lebst, du kannst dich tagsüber oder während der Nacht frei bewegen, ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen zu müssen.

Leben in Heidelberg

Jeder fünfte Bewohner von Heidelberg ist Studierende:r, es gibt eine Vielzahl an Bars, Bistros und Cafés sowie kulturelle Treffpunkte in der Altstadt von Heidelberg.

  • Schlossbeleuchtung: In Erinnerung an die Zerstörung des Heidelberger Schlosses durch den französischen General Mélac und seine Truppen vor über 300 Jahren werden die Schlossmauern blutrot beleuchtet und es wird ein brillantes Feuerwerk von der Alten Brücke gezündet. Die Schlossbeleuchtung findet mehrere Male im Jahr statt und beginnt nach Einbruch der Dämmerung.
  • Das Altstadtfest Heidelberger Herbst findet Ende September statt und die gesamte Fußgängerzone von Heidelberg wird zu einer großen Party mit viel Musik, einem mittelalterlichen Markt, einem Kunsthandwerkermarkt und einem Flohmarkt.
  • Der Heidelberger Weihnachtsmarkt beginnt Ende November und endet zwei Tage oder einen Tag vor Heiligabend. Mehr als 140 Stände, verteilt in der ganzen Altstadt von Heidelberg, verbreiten weihnachtliche Stimmung.

Was du vor deiner Ankunft wissen solltest

In ein fremdes Land zu reisen, bedeutet immer, etwas Neues über eine neue Kultur zu lernen − und sich an sie anzupassen! Es ist häufig hilfreich, sich auf die neue Kultur vorzubereiten, auf die du im Ausland treffen wirst, indem du Bücher studierst, im Internet schaust oder mit Studierenden sprichst, die schon mal dort waren.

Möchtest du Informationen aus erster Hand? Unsere Studierenden teilen gern ihre Erfahrungen mit dir, erzählen dir von ihren Veranstaltungen, ihren Projekten und dem Studentenleben in Heidelberg, München und Berlin.

Chat mit unseren Studierenden via Unibuddy

Leute zu treffen, neue Lebensformen kennenzulernen und einen Ausblick in ein anderes Land zu wagen sind vielleicht die bereicherndsten Aspekte von Auslandsaufenthalten. Sei aufgeschlossen und erwarte nicht, dass jeder sich so verhält wie bei dir zu Hause. Hier sind ein paar Beobachtungen, die Ausländerinnen und Ausländer von der deutschen Kultur gemacht haben.

Es gibt das Klischee, dass die Deutschen eine gute Organisation sehr schätzen. Sei nicht überrascht, wenn jemand die Einzelheiten jetzt sofort erarbeiten möchte und nicht irgendwann in der Zukunft. Das bedeutet auch, Termine einzuhalten (oder die Leute zu informieren, wenn man es nicht kann). Pünktlichkeit zeugt von Respekt, und die Deutschen werden sie zu schätzen wissen.

Eine weitere berühmte Eigenschaft ist ihre Direktheit. Deutsche schätzen gute Lösungen und eine Zusammenarbeit, um diese Lösungen zu finden. Dieser Ideenaustausch bringt oft eine Ehrlichkeit mit sich, die Menschen aus weniger „direkten“ Kulturen überraschen mag. Wenn du eher aus einer Kultur stammst, in der Interaktionen zwischen Menschen indirekter sind, mag es helfen, zu bedenken, dass die deutsche Offenheit eher kulturell zu verstehen und zu erwarten ist − Meinungsverschiedenheiten gelten zum Beispiel als konstruktiv und sind nicht als Respektlosigkeit zu betrachten.

Deutsche sind bekannt für ihre Unabhängigkeit. Sie nehmen ihre eigenen Taschen mit zum Supermarkt und wiegen ihr Gemüse selbst ab. Das heißt jedoch nicht, dass sie sich nicht gegenseitig helfen! Es gibt auch einen ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft in Deutschland, eine Eigenschaft, die sich auch auf die Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland überträgt. Das bedeutet, dass Deutsche zusätzlich zu ihrer Direktheit auch oft sehr hilfsbereit sind und dir schnell zur Seite stehen. Sei nicht zu schüchtern, um nach Hilfe zu fragen, wenn du sie brauchst – jemand wird dir gern behilflich sein.

Der Titel einer Person ist wichtig, vor allem in der Geschäftswelt. Sage gegebenenfalls immer „Herr“/„Frau“ oder „Dr.“ Die Anrede beim Vornamen benutzt man nur unter Freunden und bei anderen informellen Beziehungen.

Pünktlichkeit: Versuche pünktlich zu sein, und wenn du es nicht bist, dann entschuldige dich dafür.

Tischmanieren: Sage „Guten Appetit“ („goo-ten ap-pe-teet“) vor dem Essen. Behalte beide Hände, aber nicht deine Ellbogen auf dem Tisch. Wenn du einen Toast aussprichst, dann schau deinem Gegenüber in die Augen!

Heidelberg ist eine der wärmsten Regionen Deutschlands, mit Mandel- und Obstbäumen und Weinbergen. Es gibt eine gute Mischung aus allen vier Jahreszeiten.

Sommer: Die Temperaturen am Nachmittag liegen in der Regel zwischen 20 °C und 30 °C (obere 60er bis mittlere 80er in Fahrenheit) und die Sommer sind normalerweise recht schön in dieser Region. Das Wetter ist in den vergangenen Jahren jedoch wechselhafter geworden und es gab mehr Hitze und mehr Regen. In den letzten Jahren sind die Temperaturen manchmal bis auf über 30 °C (86 Grad Fahrenheit) gestiegen. Du solltest deshalb Kleidung für jede Gelegenheit mitbringen, auch eine leichte Jacke für die Abende und kühleren Tage und sommerliche Sandalen für die wärmeren Tage. Rechne nicht damit, dass du in den meisten Wohnungen, Häusern oder Klassenzimmern Klimaanlagen vorfindest.

Frühling und Herbst: Der Temperaturunterschied zwischen Nacht und Tag ist erheblich. Wie empfehlen Kleidungsstücke für mehrere Schichten von Kleidung mitzubringen, um sich an kühle Nächte und warme Tage anzupassen. Es ist gut, immer eine leichte Regenjacke dabei zu haben!

Winter: Temperaturen in der Nacht und am Tag können um den Gefrierpunkt liegen und es kann schneien. Nimm auf jeden Fall eine warme Jacke und Stiefel für die Wintermonate mit. Es gibt hier häufig kalte, aber klare, sonnige Tage. Du kannst im umliegenden Odenwald oder im Schwarzwald wunderbar Skilanglauf betreiben.

Im Allgemeinen brauchst du ca. 750–850 Euro monatlich, um deine Lebenshaltungskosten zu decken. Das kann in etwa so aufgegliedert werden: 350–400 Euro für die Unterkunft, 200 Euro für Essen und Kleidung, 30 Euro für Bücher und Lernmaterialien, 20 Euro für Telefon/Internet, 50 Euro für Freizeit, Kultur, Sport usw. und 110 Euro für die Krankenversicherung.

Studierende haben einen Anspruch auf zahlreiche Preisnachlässe. Mit deinem Studierendenausweis bezahlst du weniger für Tickets und Eintrittsgebühren in Theater, Opernhäuser, Kinos, Museen, öffentliche Schwimmbäder und andere Kultureinrichtungen.

Wichtig: Nimm für die ersten paar Tage in Deutschland etwas Bargeld (Euro) mit. Es kann sein, dass Kreditkarten in Cafés und Lebensmittelläden nicht akzeptiert werden.

Im Gegensatz zu anderen Ländern ist es in Deutschland nicht üblich, kleine Besorgungen mit der Kreditkarte zu zahlen. MasterCard und Visa werden häufig in größeren Geschäften und in einigen Restaurants akzeptiert, aber verlasse dich nicht darauf. Deine Bank-/EC-Karte von zu Hause wird in den Geschäften auch nicht akzeptiert.

Es mag vielleicht einige Geschäfte geben, die ausländische Währungen akzeptieren − Touristenläden zum Beispiel − aber die sind eher selten. Wir empfehlen dir, dein Geld schon im Vorfeld in die lokale Währung, den Euro, umzutauschen.

Es ist auch wichtig, eine Geldautomatenkarte mit dem „Visa-Plus“-Symbol zu haben, um Zugriff auf dein Bankkonto zu Hause zu bekommen (aber denke daran, dass du von Geldautomaten in Europa keinen Zugang zu deinem Sparkonto hast). Eine Kreditkarte (MasterCard oder Visa) ist gut für Notfälle. Frage deine Bank zu Hause um Rat. Einige haben sogar Partnerbanken in Deutschland, an die sie dich verweisen können − das ist ideal, da Geldtransfers zwischen Partnerbanken oft kostenlos sind. Das gilt auch für die Nutzung von Geldautomaten.

Aus diesem Grund ist es die beste Möglichkeit, beim Einkaufen bar zu bezahlen oder mit einer deutschenEC-Karte“. Manchmal kann man auch Kreditkarten nutzen, um Geld an Geldautomaten abzuheben, das hängt von der Vereinbarung ab, die du mit der Bank getroffen hast.

Nebenjobs und Praktika bieten eine perfekte Gelegenheit, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt Berufserfahrungen zu sammeln und hilfreiche berufliche Kontakte zu knüpfen.

Internationalen Studierenden ist es unter gewissen Umständen erlaubt, in Deutschland zu arbeiten. Ein Nebenjob mag dein Budget aufbessern, aber er wird ziemlich sicher nicht deine gesamten Lebenshaltungskosten decken, denn dein Studium sollte im Mittelpunkt stehen, so will es das Gesetz. Das Arbeitsrecht legt genau fest, wie viele Stunden Studierende arbeiten dürfen. Die Bestimmungen variieren je nachdem, woher der Studierende kommt.

Bist du Staatsangehörige oder Staatsangehöriger der EU, von Island, Norwegen oder der Schweiz? Dann kannst du womöglich ohne zusätzliche Erlaubnis arbeiten. Du solltest jedoch, wie deutsche Studierende, während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Wenn du doch mehr arbeitest, musst du Sozialversicherung und Steuern zahlen.

Bist du Staatsbürgerin oder Staatsbürger eines Landes, das nicht oben aufgelistet ist? Du darfst 120 ganze bzw. 240 halbe Tage pro Jahr arbeiten. Diejenigen, die länger arbeiten möchten, benötigen eine Arbeitserlaubnis von der Bundesagentur für Arbeit und der Ausländerbehörde. Ob du eine Arbeitserlaubnis ausgestellt bekommst, hängt hauptsächlich von den Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt ab.

Bitte beachte: Das für internationale Studierende geltende Arbeitsrecht ist äußerst streng, und wenn du dagegen verstößt, kannst du damit deinen Visum-Status riskieren.

Praktika werden als reguläre Arbeit angesehen. Das gilt auch für unbezahlte Praktika. Jeder Tag deines Praktikums wird von deinem 120-Tage-Kontingent abgezogen. Wenn du schon die 120 Tage voll gearbeitet hast und noch ein Praktikum machen möchtest, dann musst du bei der Ausländerbehörde und bei der Bundesagentur für Arbeit eine zusätzliche Arbeitserlaubnis beantragen.

Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel! Ein Praktikum wird nicht als reguläre Arbeit angesehen, wenn es im Rahmen deines Studiengangs erforderlich ist (Pflichtpraktikum). Für Pflichtpraktika ist keine Genehmigung notwendig und sie werden auch nicht von den 120 Tagen, an denen man Vollzeit arbeiten darf, abgezogen.

Studierende mit typischen Studentenjobs und Teilzeitbeschäftigung sind verpflichtet, eine steuerliche Identifikationsnummer zu beantragen. Diese erhält man per E-Mail. Für weitere Informationen siehe hier

Bei der Begleichung der Rechnung in einem Restaurant ist es üblich, der Person, die dich bedient hat, ein kleines Trinkgeld zu geben. Etwa 10 % der Rechnungssumme ist normal. Manchmal heißt das einfach nur, bis auf den nächsten Euro aufzurunden, manchmal aber auch, der Summe ein paar Euro hinzuzufügen, je nach Höhe der Rechnung.

Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel der gesamten Region Rhein-Neckar ist sehr umfassend. Du kannst zwischen der Tram, den Bussen, der S-Bahn (Pendlerzüge) oder der Deutschen Bahn (Deutsches Bahnsystem) wählen. Mit dem Semesterticket kannst du sie alle nutzen. Fahrpläne und Zielorte findest du unter www.vrn.de oder unter www.bahn.de.

Wenn du das erste Mal in Deutschland bist, wird dich die Anzahl an Fahrrädern wahrscheinlich überraschen. Deutsche, und ganz besonders Studierende, lieben es, ihr Fahrrad als Fortbewegungsmittel zu nutzen. In kleineren Städten kommst du überall mit dem Fahrrad hin, darum denke mal darüber nach, ob du dir nicht ein gebrauchtes Fahrrad für die Zeit, in der du hier bist, zulegen willst. Du kannst es ja wieder verkaufen, wenn du abreist. Es gibt in vielen Städten Second-Hand-Fahrradläden, oder schau mal in die Kleinanzeigen. Ein Second-Hand-Fahrrad kostet ca. 60 Euro.

Gebrauchte Fahrräder und Fahrradverleih:
Radholz, Bergheimer Str. 101 oder
Alte Eppelheimer Str. 31a, www.fahrrad-heidelberg.de

Du kannst das Leitungswasser in Deutschland trinken. Es ist sicher und von hoher Qualität. Abgefülltes Wasser in Flaschen ist häufig Mineralwasser, entweder mit Kohlensäure oder ohne Kohlensäure, was meist einfach „stilles“ Wasser genannt wird.

Wenn du in einem Restaurant Wasser bestellst, musst du in der Regel dafür bezahlen. Rechne nicht damit, dass dir ein Krug mit Wasser auf den Tisch gestellt wird.

Generell beginnen die Veranstaltungen morgens um 9.30 Uhr (einige beginnen aber schon um 7.45 Uhr). Nach einer Mittagspause von 75 Minuten geht es um 14 Uhr weiter und kann in verschiedenen Zeitfenstern bis in den Abend hinein gehen. Die meisten Studierenden haben nur ein paar Vorlesungen am Tag. Individuelle Stundenpläne werden von den entsprechenden Fakultäten ausgestellt.

Die akademische Leistung wird einer Note auf einer Skala von 1,0 bis 5,0 zugeordnet, wobei 1,0 „sehr gut“ bedeutet und 5,0 nicht bestanden.

Normalerweise werden Leistungspunkte gemäß dem Europäischen Leistungspunktesystem (ECTS) vergeben. Der Leistungspunkteumfang hängt vom Arbeitspensum einer bestimmten Veranstaltung statt, nicht von der Leistung eines/einer Studierenden in einer Prüfung. Das Arbeitspensum spiegelt die Zeit und den Aufwand der Teilnahme an einer Veranstaltung oder Mitwirkung an einem Seminar wider, einschließlich der Vor- und Nachbereitung, Präsentationen und schriftlichen Arbeit sowie dem Lernen für Klausuren und Prüfungen.

Ein Leistungspunkt entspricht 20–30 Arbeitsstunden. Die Studiengänge sind normalerweise so strukturiert, dass Studierende pro Semester 30 Leistungspunkte erreichen müssen, um den Studiengang in der vorgeschriebenen Zeit abzuschließen.